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Das Ackerbürgerhaus

Dieses zweigeschossige, ehemalige Ackerbürgerhaus (Lange Straße 64) wurde um 1640/50 errichtet. Es hat Verzierungen, die typisch für die Zeit der Weserrenaissance (1550 bis 1650) sind. Der vierfach über profilierten Balkenköpfchen vorkragende Giebel ist reich mit dekorativem Schnitzwerk verziert, dessen Formen weitgehend mit denen am Haus Bergstraße 23 übereinstimmen, so dass man hier die Tätigkeit des gleichen Zimmermeisters und Schattiliers vermutet. An das ursprüngliche Gebäude aus dem 17. Jahrhundert schließt sich ein Anbau aus dem Jahre 1912 an, der ebenfalls reiche Zierschnitzereien an Knaggen, Füllhölzern und Balkenköpfchen zeigt.

Neben dem Haus Lange Straße 64 befindet sich das Haus "Drüke" (Lange Straße 62). Diese beiden Häuser bilden zusammen mit dem Haus Lange Straße 65 (Hirsch-Apotheke) ein städtebauliches Ensemble. Sie stellen den Anschluss der unteren Langen Straße dar und müssen als eine Einheit betrachtet werden. Es wird vermutet, dass hinter der Eternitfassade des Hauses Lange Straße 62 noch Fachwerk vorhanden ist.

Folgt man der Langen Straße noch ein kleines Stück weiter in Richtung Westen, so gelangt man zum "Westtor", einem Neubaukomplex aus dem Jahre 1986/87. Dieser neue Zugang zur Stadt symbolisiert das junge, moderne Lage.

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